vier sind mal welt

WELTREISE ALS FAMILIE – UND DANACH?

Noch zweieinhalb Wochen, dann…. werden wir in eine andere Welt geschossen. Die ersten Spuren machen sich langsam bemerkbar, denn die Welt schleicht sich in unser Leben.  Die Welt winkt uns zu, kommt langsam näher: Mailwechsel mit unserem sympathischen Bald-Untermieter, der derzeit noch in Hongkong lebt, ursprünglich aus Mainz kommt und gerade in der Mongolei weilt. It’a a small world.

Mails aus New York, Brooklyn, von unserem Vermieter David, der Gemüse auf der Dachterrasse züchtet, gerne kocht und eine – den Fotos nach zu urteilen – fabelhafte Küche für seine Gäste bereitstellt. Außerdem einen Grill in einem Vorgarten, an dem die Nachbarschaft aus Bedford/Park Slope vorbei flaniert. Ich sehe uns schon morgens mit einem Kaffee auf der Treppe des altehrwürdigen Brownstone Houses sitzen, auf einer Treppe, die aussieht, als sei Carrie aus „Sex and the City“ gerade in ihren Manolos runter gehuscht…(obwohl Film-„Carrie“ alles außer Manhattan, also auch Brooklyn missachtete und sie demzufolge auf ihrer berühmten Film-Treppe in der Perrystreet runter gehüpft ist aber: das sind unwesentliche Details, wenn man New York Feeling schnuppern kann).

Kurz darauf Post aus dem anderen Teil New Yorks, wo wir unsere Reise beenden werden – nach einem Abstecher in die Hamptons wohl germerkt: „Schatz, lass uns mal in die Hamptons fahren“ säusel säusel – gucken, wo F. Scott Fitzgerald „Der große Gatsby“ schrieb und man sich heute zum Promispotting auf die Promenaden begibt, um vielleicht „Jen“ (Jenniver Lopez), „Leo“ (Leonardo die Caprio) oder „Brad“ (Pitt) beim Sundowner zu entdecken. In der Lower East Side lebt Mike, bzw. Josh. Ein Mike, der sich in den Mails mal Mike und mal Josh nennt und jeweils mit dem Nachnamen „Smith“  unterschreibt. Was mich etwas irritiert. Gespaltene Persönlichkeit? Ein Apartment-Fake, wie es sie in NY öfter gibt? Bis sich heraus stellt:  Mike und Josh sind Brüder.That’s it.  Die beiden schreiben aus der Lower East Side und wir verabreden uns dort zur Schlüsselübergabe. Im Mai. Bei einem Freund im Deli um die Ecke. Im Geiste sind wir schon dort.

Und dann, ja, die Liebe meinerseits bleibt: die Mails aus Neuseeland. Kelvin, bei dem wir ein Haus gemietet haben direkt am Strand in der Golden Bay bei Nelson, ein Haus, zu dem man drei Stunden über einen Berg fahren muss, um dorthin zu gelangen, er also schrieb: der nächste Nachbar ist 300 Meter entfernt, dafür sehr hilfsbereit, falls ihr etwas braucht oder falls Wale stranden.  Was das Haus anbelangt: Solange ich es hinterher wieder erkenne, ist alles fein. Ihr könnt die Kajaks nehmen, die im Schuppen stehen – macht es Euch nett. Habt eine gute Zeit und genießt die Ruhe. Wenn Ihr etwas braucht: man trifft sich in der Muschelbar.  – Soviel zunächst zu Neuseeland. Zu all dem darf musikalisch dicker aufgetragen werden. In Momenten der stillen Vorfreude darf es ruhig pathetisch werden. Max muss in die Ohren. Max Richter. Mein deutsch-englischer Musik-Hero und hach ja, man trifft sich. In Brooklyn. Oder in der Muschelbar. Gerne. Wir treffen uns! Am anderen Ende der Welt. Denn, um politisch unkorrekt und einfach nur euphorisch zu sein und neben all den Kriegen, Naturkatastrophen, Epidemien und herumlaufenden Hackfressen, die man so kennt: it’s a small and fantastic world.

 

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