vier sind mal welt

WELTREISE ALS FAMILIE – UND DANACH?

Nicht, dass wir nicht auch auf einer Weltreise alle Anstrengungen unternehmen würden, und in örtliche Theater gingen, um einen tieferen Einblick in die jeweilige Kultur des Landes zu bekommen. Mehrfach habe ich versucht, einen Mini-Ausschnitt der Tanzveranstaltung aus dem Dörfchen Sargakot in Nepal zu laden, vielleicht ist es jetzt gelungen…wenn ja, es gäbe da noch eine typisch vietnamesische Wasserpuppentheaterveranstaltung in Hanoi in einem alten Theater, bei der wir sogar in der ersten Reihe saßen (!) und ein Konzert in Kathmandu von jungen, sehr ambitinierten und talentierten Musikern in Kathmandu…wir bleiben dran! Und ich lade weiter.

Heute nur ein paar kleine Eindrücke der Menschen aus zwei Ländern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, obwohl die Lebensbedingungen zumindest auf den ersten Blick recht ähnlich sind, die Religionszugehörigkeit ebenfalls: Nepal und Vietnam. Vietnam ist von den Kriegen gezeichnet. In jeder Hinsicht. Nepal dagegen wirkt friedlich, fast fröhlich.

Warum das so ist? Lese gerade ein Buch von Benjamin Prüfer (dessen Lebensgeschichte in „Same Same but different“ verfilmt wurde), der sehr klug die unterschiedlichen Mentalitäten beschreibt und versucht diese zu ergründen. Da ich auch noch ein paar kulinarische Bilder-Happen zum besten geben möchte, heute also nur ein paar Menschenbilder der letzten Tage/Wochen. Wir befinden uns mittlerweile au Cat Ba, einer  kleinen Insel in der Halong Bay. Bus, Boot mit Übernachtung, Überwechseln in anderes Boot, wieder Bus, Wandern, erneut Bus usw. Anstrengend, aber die Landschaft, bestehend aus 300 Meter hohen Kalkfelsen und dschungelartigem Bewuchs ist auch bei Nebel anrührend schön.

Mehr dazu in ein paar Tagen, denn morgen Abend fliegen wir in den sehr heißen Süden Vietnams, nach Saigon/Ho Chi Minh, und von dort aus an die Küste. Die geschundenen Körper pflegen. Denn nach Delhi, Kathmandu, Hanoi, nach Mopedarmadas und Luftverschmutzung, Lärm, Gedrängel und Gehupe und Fahrten in Bussen, die wir selbst mit anschieben mussten, tut eine kleine Minipause vom Reisen gut. Obwohl die Städte jede für sich sehr faszinierend waren, ok, Delhi nicht (siehe letzte Beiträge),aber Kathmandu und Hanoi! Und dennoch – mal nicht irgendwo hin wollen, aufsaugen, einatmen, glotzen, sondern mal wieder einfach nur da sein,sich sammeln, Haare epilieren, Pediküre, Massage, ok, wir wollen es nicht übertreiben, zumindest die Gedanken mal ordnen für ein paar Tage, bevor es nach Kambodscha geht – also vom Pool aus dann mehr…

Hier also erst einmal ein paar Schnappschüsse von einigen Gesichtern Asiens, die mir auffielen, da wir ausnahmsweise ein schnelles Netz haben, packe ich noch ein paar Bilder in die Galerie und auf die Essensseite. Vor dem nächsten Bericht von der Halong Bay im Nebel.

Ein paar Gesichter Vietnams:

 

Wir mischen uns natürlich auch heimlich unters Volk. Naja, heimlich, das ist so eine Sache. Denn wir werden zeitweilig so oft fotografiert und erstaunt-freudig begrüßt (um danach fotografiert zu werden), dass wir vermuten, man verwechselt uns. Bloß – mit wem?? Denn Touristen direkt neben uns, egal ob mit oder ohne Kind, werden merkwürdigerweise nicht beachtet. Neulich in einer Kirche musste sich sogar ein weinendes Kind neben Antonia und mich stellen, für ein Foto. Und die Mutter sprang dazu, schüttelte uns nachher dankbar die Hände. Immer mehr Vietnamesen versammelten sich, reichten Mobiltelefone weiter um Fotos von uns beiden zu machen, klatschten in die Hände und waren außer sich vor Freude. Wir waren irritiert. Vor der Kirche brach fast Jubel aus, als Frank und Helen auch mit aufs Bild kamen. Wie groß muss die Enttäuschung gewesen sein, als die „Fans“ hinterher feststellen mussten, dass wir auch nur ein kleiner Pups im Weltall sind wie die meisten Erdenbewohner auch.