vier sind mal welt

WELTREISE ALS FAMILIE – UND DANACH?

Auf einer Weltreise macht man zum Teil Dinge, die man im Alltag zu Hause vernachlässigt. Oder in unserem Fall: gar nicht  erst weiter berücksichtig. In den sonntäglichen Gottesdienst zu gehen zum Beispiel. Kommt bei uns in Hamburg nicht vor. Nun kann man sonntägliche Gottesdienste der Protestanten auch schlecht mit, sagen wir, Gospelgottesdiensten in Harlem vergleichen. Hab ich einmal erlebt und vergesse ich mein Leben nicht. Auf den Cook Islands anders als in Deutschland gehen alle regelmäßig in die Kirche. Denn wer hier lebt, glaubt. An Gott, an Jesus, an die Zeugen Jehovas…auf jeden Fall glaubt man, dass alles in Gottes oder welcher Hand auch immer liegt. Der Gottesdienst wird als fröhliches Fest zelebriert.

Kirchgang


Gottesdienst

Aus Dankbarkeit und vielleicht auch einfach aus purer Lust singt man. Laut. Mehrstimmig. Viel. Und wir, die Teutonen unter den Touristen,  die nur weihnachtliche Kirchenlieder und  den allerdings  unvergleichlichen Kirchenmusiker Bach kennen, hören und staunen:

(ok, Bilder nicht ganz scharf zum Teil, aber es geht ja in erster Linie um’s hören…super Ausrede…)

 

Aitutaki_Hymne_bei_sonntäglichem_Gottesdienst.mp4

 

Wenn wir nicht gerade im Gottesdienst sitzen, versuchen wir morgens barfuß am Strand zu joggen. „Versuchen“, weil man scharfen Muscheln ausweichen muss und sonstigem Strandgut, das sich bei Flut so angesammelt hat. 

Mir gelingt das nicht ganz so gut. Einmal trete ich beim Überqueren einer Sandbank in ein Muschelstück, das im Fuß stecken bleibt. Am nächsten Tag grüße ich beim Joggen unsere Nachbarn, winke ihnen zu – und stolpere über eine Riesenmuschel, die im Sand vergraben ist. 

Im Krankenhaus von Aitutaki ist nur ein Patient. Deshalb komme ich in den Genuss von zwei erfahrenen Medizinern, due meinen Fuß gewissenhaft untersuchen. Ein schottischer angehender Arzt der hier ein Praktikum macht und eine Kollegin von der Insel. Mit zwei kleinen Verbänden und Pennicilin werde ich entlassen und so haben wir nicht nur die Kirche, sondern auch das Krankenhsus von Aitutaki kennen gelernt. Fehlt nur noch die Polizeistation, obwohl – muss nicht sein. 

 

Viele Augen sehen mehr

 Am Nachmittag fahren Antonia und ich Fahrrad. Welch ein Glücksgefühl – nach Monaten der Abstinenz! Antonia juchzt immer nur: „Macht das Spaß! Ist das großartig!“ Die 1002 Einwohner Aitutakis fahren nie Fahrrad, sondern Motorroller oder Auto. Weil ihnen die Entfernungen zu weit sind. Einmal um die Insel sind 16km.

Juhu, mal wieder Fahrrad fahren!

Und als wir erneut an der Kirche vorbeifahren, tönt es schon wieder mehrstimmig…wir halten an und lauschen kurz. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Am_Nachmittag_wird_noch_immer__oder_schon_wieder_gesungen.mp4

 

Wir begegnen auf unserer Tour Ziegen, Hühnern, die hier alle überall frei herumlaufen und gerne auch mal die Straße überqueren und quiekenden Ferkeln. Und uns fällt auf, dass wir bis dato noch nie Ferkeln so nah gekommen sind – außer im Film „Schweinchen Namens Babe“…

Schweinchen am Wegesrand


Es grünt so grün auf Aitutaki

 

Am Nachmittag, damit wir anschließend sagen können, wir hätten das Atoll auch wirklich erkundet, eine kleine Wanderung auf den höchsten Berg Aitutakis, ganze 124 Meter hoch. Aber schön ist’s. Schön grün vor allem und Bananenstauden am Wegesrand.  

Noch einmal ein Essen am Abend in unserem Restaurant direkt am Strand, noch einmal die Krebse beobachten und natürlich Katzi streicheln, die Katze, die zu unserem Haustier mutiert ist und wahlweise bei mir, Antonia und einmal zur großen Freude Helens auch bei ihr auf dem Schoß sitzt.

 

 

 

 

  

 

Strandküche


Abenddrink

Danach gehts in unsere neue Unterkunft direkt an der Lagune. Hier sind wir zwei Nächte, bevor wir zurück nach Rarotonga fliegen. Auf Rarotonga können Antonia und ich noch einmal unserer Lieblingsbeschäftigung nachgehen – schnorcheln. Dafür dürfen wir in dieser Unterkunft umsonst Kajaks und Stand Up Paddelzeugs ausleihen. Sieht beknackt aus, aber wenn schon nicht unter Wasser, dann wenigstens auf dem Wasser, denn das ist recht einladend.

Unser aktueller Strand


Das da hinten ist Antonia


Die neue Kantine ist auch ganz ok


Wir spielen Restaurant

Also, doch, ja, hier können wir es aushalten. Geht wohl! :) 

Auf Rarotonga bleiben wir noch drei Tage, wollen dort auf den Wochenmarkt gehen und eine Tanz-Aufführung von  Kindern und Jugendlichen besuchen. Danach fliegen wir weiter in die USA. Nach LA, wo wir Freunde aus Berlin treffen. Wiedersehen in Hollywood statt in Hamburg oder an den Hackischen Höfen. Große Vorfreude allerseits. 

Doch vorher noch: das türkisfarbene Wasser angucken. Die Brautpaare beobachten. Kajak fahren. Frischen Fisch essen. Und selbige unter Wasser besuchen. Bei unserer neuen Freizeitbeschäftigung…

 

Antonia under water

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S. Hier noch ein paar Sekunden Mini-„Film“mit der kleinen Unterwasserkamera aufgenommen. (In diesem Fall ohne Ton…soweit reicht unsere Ausstattung denn doch nicht). Wie wir beim schnorcheln feststellten, gibt es auch in der Unterwasserwelt die unterschiedlichsten Fisch-Typen: schüchterne, die sofort abhauen, sobald man auftaucht,  dann jene, die sich nur in Gruppen stark fühlen, andere, die eitel wie ein Gockel vor einem auf und ab schwimmen und sich stolz präsentieren und aggressive Beißer – nein, keine Haie, ha ha – sowie ein brauner, kleiner Fisch, angriffslustig wirkend, der  immer auf die Kamera bzw. meine Taucherbrille zustürmt, fast dagegen stößt und dann ganz schnell  kehrt macht. Nur um im nächsten Moment wieder einen neuen Versuch zu starten…(die Taucher unter Euch kennen diesen kleinen Genossen vielleicht). Antonia und ich hatten versucht kurz zu filmen, das kleine Spiel zwischen Mensch und Fisch :)

Moin_Fisch_wir_sinds_nur.mp4

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